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Integration

Extrem motiviert

Kostenloses DaZ-Material von LEGO Education bewährt sich bei der Integration von Flüchtlingskindern

Johannes Schmidt von der Johann-Daniel-Preißler-Mittelschule in Nürnberg testete die Broschüre „Deutsch als Zweitsprache“ von LEGO Education in seinem Unterricht. Hier sein Erfahrungsbericht

Kostenloses DaZ-Material von LEGO Education bewährt sich bei der Integration von Flüchtlingskindern

Herr Schmidt, vor welchen Herausforderungen stehen Lehrer bei der Integration von Flüchtlingskindern oder Kindern mit anderen Migrationshintergründen?

Haupthürde ist die deutsche Sprache. Über sie werden alle anderen neuen Werte, Regeln und Rahmenbedingungen vermittelt. Das gilt natürlich – oder sogar ganz besonders – im Bereich Schule. Es mangelt vielen Kindern nicht an Fantasie, Motivation oder Kreativität, sondern schlichtweg an Ausdrucksmöglichkeiten. Die LEGO Education Broschüre „Deutsch als Zweitsprache“ in Verbindung mit dem Starterset bietet nun eine schöne Gelegenheit, um sich auch nonverbal auszudrücken und über das Gebaute auf unterschiedlichsten Sprach- und Sprecherniveaus ins Gespräch zu kommen. Die Arbeit mit Lego dient dabei einem in der Schule öfters vernachlässigtem Ziel – dem handelnden Arbeiten mit und an Problemen. Legosteine kann man anfassen und Sachverhalte somit auch ganz anders erfassen.

Wie war Ihre Arbeitsweise und wie sah Ihr Stundenaufbau aus?

Die Schüler trafen sich an Gruppentischen und bereiteten ihren Arbeitsplatz vor. Anschließend warf ich Folien mit Bildern zum Nachbauen an die Wand. Nach dieser Aktivierung trafen sich alle Schüler um einen Tisch und ich führte in das jeweilige Stundenthema ein – z. B. „Was wäre dein Wunsch?“ Anschließend bauten die Schüler leise in ihren Kleingruppen ihren jeweiligen Wunsch.

Jeder Schüler konnte sich nun mit seiner Platte an einen anderen Gruppentisch setzen und seinen Mitschülern von seinem Wunsch erzählen. Abschließend schrieben sie noch ihren Wunsch in ein kleines Heftchen. Ich fotografierte die Ergebnisse und brachte ausgedruckte Fotos in die Folgestunde mit. Die Bilder wurden neben die Geschichten geklebt und die Hefte anschließend gemeinsam angeschaut.

Sehen Sie eine Relevanz für den Lehrplan und den Lehrplanbezug?

Im Mittelpunkt des bayerischen Konzeptes „LehrplanPLUS“ steht der Erwerb von überdauernden Kompetenzen. Diese haben neben dem Erwerb von Wissen stets auch eine Anwendungssituation im Blick, Handlungskompetenz also. Und die erreicht man nur durch Handeln. Die Lösungen von LEGO Education können ideal genutzt werden, um Handlungssituationen zu schaffen, nachzustellen oder Probleme aufzuwerfen, die es zu lösen gilt.

Wie unterstützte es Sie im Schulalltag? Erreichten Sie konkrete pädagogische Ziele und Ergebnisse?

Innerhalb der Gruppen wird viel kommuniziert: Wer bekommt welche Teile und wie werden die knappen Ressourcen aufgeteilt? Man spricht über das Gebaute und wertschätzt das Gegenüber.

Zudem dient das Arbeiten mit Lego auch als Entspannungsphase. Die Schüler müssen nicht intensiv denken, rechnen oder schreiben, sondern können auch mal für sich aktiv sein und mit den Händen bauen und arbeiten. Diese Phasen sind sowohl für Schüler als auch für die Lehrkraft sehr wertvoll.

Ich rate aber dazu, klare, feste Regeln zu setzen und die Klasse in kleine Gruppen aufzuteilen. Gut ist es, per Beamer oder Overhead-Folien einige Nachbaubeispiele als Einstieg zu zeigen. Bewährt hat sich ein kleinschrittiger Beginn, da viele Kinder keinerlei Erfahrung mit dem Konzept Lego haben und daher das Bauen aus Einzelteilen nicht gewohnt sind.

Download und Infos:

www.legoeducation.de/DaZ

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