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Schule unterwegs

Auf den Spuren einer geteilten Stadt

Die Geschichte der Berliner Mauer im Unterricht und auf der Klassenfahrt

Marc Hankmann

Realität und Verklärung: Nachgebaute Baracke am Checkpoint Charlie mit zwei gespielten Wachsoldaten. Direkt dahinter befindet sich das Mauermuseum

Die Berliner Mauer war das zementgewordene Symbol des Kalten Kriegs. Sowohl im Unterricht als auch vor Ort erzählt die Geschichte der Berliner Mauer die Geschichte einer geteilten Stadt, eines geteilten Landes – einer geteilten Welt

Denkmal und Kunstobjekt: An vielen Orten Berlins – wie hier am Leipziger Platz – symbolisieren Mauerteile den Wandel der Stadt

Beobachtet man das geschäftige Treiben rund um die nachgebaute Baracke des berühmten Checkpoints Charlie auf der Friedrichstraße in Berlin, so kann man sich kaum vorstellen, dass hier durch die Mauer das Leben hart durchschnitten wurde und sich entlang des Todesstreifens mensch- liche Tragödien abspielten. Die Geschichte der Flüchtlinge wird im Museum „Haus am Checkpoint Charlie“ lebendig. Das Mauermuseum beherbergt viele originale Gegenstände, die bei der Flucht über, unter und durch die Mauer genutzt wurden.

Der Besuch des Mauermuseums wird auch vom Deutschen Jugendherbergswerk angeboten, das extra für Klassenfahrten nach Berlin ein spezielles Programm über das Leben beiderseits der Mauer entwickelt hat. Besuche bekannter Gedenkstätten und Ausstellungen wechseln sich mit Unterhaltungselementen ab, sodass die Schüler Berlin per Schiff, Fahrrad und zu Fuß als sich ständig wandelnde Weltstadt kennenlernen.

Mit App auf Spurensuche

Gefangenschaft und Tod: Kreuze erzählen die dramatischen Geschichten gescheiterter Fluchtversuche (Aufnahme von 1990)

Dieser Wandel wird auch am Checkpoint Charlie deutlich. Nur noch wenig erinnert hier an den einstigen Todesstreifen. Ganz im Gegensatz zur Gedenkstätte an der Bernauer Straße. Hier können die Schüler erhaltene Grenzanlagen besichtigen und den Patrouillenweg der Grenzsoldaten entlanggehen. An verschiedenen Stellen entlang der Bernauer Straße befinden sich Informationssäulen, die die Geschehnisse entlang der Bernauer Straße vom Mauerbau über zugemauerte Fenster und Fluchttunnel bis zum Mauerfall erzählen. Das dazugehörige Dokumentationszentrum hält zudem zeitgeschichtliche Dokumente bereit. Von dessen Aussichtsplattform aus erhält man einen Überblick über die noch bestehenden Grenzanlagen.

Wer sich mit seiner Klasse auf die Spuren der Mauerreste machen will, schnappt sich die kostenlose App „Die Berliner Mauer“ für iOS- und Android-Geräte. Sie bietet unterschiedliche Touren zu über 75 Orten, an denen Reste der Mauer noch stehen und die über die Teilung Deutschlands berichten. Die App bietet rund 250 Bilder, 50 Audios und 25 Videos, die die dramatischen Ereignisse rund um die Mauer wiedergeben. Im „Entdeckermodus“ können sich die Schüler auch abseits der geführten Touren auf die Spuren der Berliner Mauer begeben.

Unterrichtsmaterialien

Erinnern und mahnen: An der Bernauer Straße stehen erhaltene Grenzanlagen als Teil der Gedenkstätte

Die App wird vom Zentrum für Zeithistorische Forschung angeboten, dass zusammen mit der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) und dem Deutschlandradio die Webseite www.chronik-der-mauer.de betreibt. Auf dieser Webseite finden Lehrer auch etliche Arbeitsblätter für jede Jahrgangsstufe, mit denen sie die Geschichte der Berliner Mauer in den Unterricht integrieren können.

Die BPB bietet darüber hinaus unter den Namen „Mauerbau: Drei Perspektiven“ ausführliche Materialen für eine dreistündige Unterrichtseinheit am Whiteboard an. Anhand von Statistiken, Arbeitsblättern und Bildern werden sowohl die offizielle Darstellung des Mauerbaus in der DDR als auch die ausbleibende Reaktion des Westens sowie die Wahrnehmung der Bevölkerung in Ost und West erarbeitet.

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