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Lernräume

Die Fraktale Schule

Ein Raumkonzept aus Skandinavien

Wie können neue Lernlandschaften entstehen? Ein Blick nach Skandinavien hilft – wie schon oft – weiter. Hier wird Schule einfach noch einmal neu gedacht. Herausgekommen ist ein Raumkonzept, das auf dem Apfel­männchen beruht

Immer längere Schulzeiten sind schon jetzt Alltag. Viele Kinder verbringen mehr Zeit in der Schule als zu Hause. Da gewinnt die Verbesserung der Lernlandschaften und der Schule als Lebensraum an immer höherer Bedeutung. Mit der fraktalen Schule lässt sich das Schulwesen revolutionieren. Denn sie gestaltet neue Lernwelten, die das Lernen erleichtert und die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler fördert.

Lebensraum Schule

Gesundheit ist laut der Weltgesundheitsorganisation WHO „ein Zustand des vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“. Dazu gehören ein stabiles Selbstwertgefühl, Freundschaft und soziale Beziehungen sowie gesunde Arbeitsbedingungen. Diese sollten im Lebensraum Schule bestmöglich gegeben sein, um den Schülern das Lernen in einem gesunden Umfeld zu ermöglichen. Vor allem mit Einführung der Schulzeitverkürzung hat sich vielerorts die tägliche Schulzeit drastisch verlängert. Da wird die Schule zum ganztägigen Lern- und Lebensraum. Umso wichtiger ist es, dass die Schulen so gesundheitsfördernd ausgestattet sind wie möglich und zeitgemäße Lern- und Lehrkonzepte umgesetzt werden.

Das ganzheitliche Konzept

Hier setzt die fraktale Schule als ganzheitliches Konzept an: Durch die Verbesserung der Lernumgebung und die Vermeidung von Dichtestress im Klassenzimmer soll eine Wohlfühlatmosphäre geschaffen werden, die jedem Kind einen Lern-, Lebens-, Bewegungs- und Entfaltungsraum einräumt. So soll nicht nur das Lernen, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden. Die fraktale Schule orientiert sich hierbei an der Struktur des Apfelmännchens. Konzentrische Räume mit Lernnischen lösen die starre Struktur des rechteckigen Raumes ab. Jede Lerneinheit ist mit vielen Fenstern offen gestaltet und bietet ein hohes Maß an Transparenz. Die Klassenräume werden zu Kommunikationsräumen und das Unterrichtsgebäude wird zum Haus des Lernens.

Kommunikations- und Teamfähigkeit

Mit dieser neuen Generation von Möbeln wird auch die Idee der Förderung der Kommunikationsfähigkeit in allen Schulstufen und -formen umgesetzt. Der herkömmliche fremdbestimmte Frontalunterricht wird ersetzt durch selbst bestimmtes Lernen. Die Dreieckstische lassen sich leicht zu sechseckigen Gruppentischen anordnen. So werden die Voraussetzungen für die Gruppenarbeit verbessert, denn die konzentrischen Tischkombinationen erleichtern die Kommunikation der Gruppe untereinander. Die Schüler können ihre Mitschüler besser sehen, die Sitznähe zu ihren Tischnachbarn erleichtert die Arbeitsgespräche und trotzdem ist genügend Platz und Ellbogenfreiheit gegeben. So wird auch der Lärmpegel verringert. Beides ist für die Schüler eine große Arbeitserleichterung. Sie können sich besser auf handlungsorientiertes, sinnstiftendes Lernen in Kleingruppenarbeit konzentrieren und sind weniger abgelenkt. Statt den ganztägigen Schulaufenthalt als Belastung und Stress zu empfinden, könnten die Schüler mit dieser neuen Lernkultur eines Tages mit Freude das Haus des Lernens betreten.

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