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Lesen und Schreiben mit der Silbe
Die Silbenmethode wird immer wichtiger beim Lesen- und Schreibenlernen
In der Lese- und Schreiberziehung gibt es gerade nur ein Thema: die Silbenmethode. Aktuell bieten alle Schulbuchverlage Lehrgänge an, bei denen die Silbe mehr oder weniger fester Bestandteil des Konzeptes ist. Ist die Silbe wieder nur ein Strohfeuer im Bildungsmarkt oder ist es tatsächlich ein Konzept, das aus der PISA-Falle führt?
Grundsätzlich war die Silbenmethode lange Zeit die Methode der Wahl. So sind z. B. die allermeisten Fibeln bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts mit dem obligatorischen Silbentrenner ausgestattet. Ab 1950 wurden dann neue Methoden für das Lesen- und Schreibenlernen eingeführt und bis Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Silbe nur noch in der Förderpädagogik eingesetzt. Dort aber immer mit Erfolg.
Diese Beobachtung hat zur Wiederentdeckung der Silbenmethode geführt. Warum müssen Kinder LRS-Phänomene entwickeln, bevor sie mit der Silbenmethode erfolgreich das Lesen und Schreiben lernen können? Müsste das nicht von Anfang an mit der Silbenmethode besser gehen? Klaus Kuhn hat aus dieser Überlegung den Lehrgang „ABC der Tiere“ entwickelt. Im Jahr 2000 war das der einzige Lehrgang, der systematisch die Silbenmethode aufgegriffen und erweitert hat. Der große Erfolg dieses Lehrgangs hat in der Folge die Silbe wieder in die Grundschulen gebracht.
Strohfeuer oder Ausweg? Sicher wird in manchen Lehrgängen die Silbe nur als Feigenblatt benutzt, um auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Sobald aber das gesamte Konzept des Lehrgangs auf der Silbenmethode basiert, können alle Kinder schneller und besser Lesen lernen. Die entscheidende Dynamik entwickelt sich, wenn auch die Orthografie mit der Silbenmethode geklärt wird. Denn dann ist Rechtschreibung kein Buch mit sieben Siegeln, sondern eine Fertigkeit, die jedes Kind souverän beherrschen kann.
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