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Spielend lernen

Mehr als dröge Zahlen

Das Programm „Mathe.Forscher“ greift lebensweltliche Phänomene auf

Markus Hofmann / Stiftung Rechnen

Vieles, das Schulkinder tagtäglich erleben und erfahren, folgt mathematischen Gesetzen und Strukturen – ohne dass dies auf den ersten Blick so scheint. Warum jene Phänomene also nicht nutzen, um den Kindern das oft ungeliebte Unterrichtsfach Mathematik schmackhaft zu machen? Das Programm „Mathe.Forscher“ der Stiftung Rechnen motiviert Schulklassen, den Phänomenen auf die Spur zu kommen – und dabei auch andere Disziplinen in den Blick zu nehmen

Das gemeinsame Programm der Stiftung Rechnen und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DJKS) „Mathe.Forscher – Entdecke Mathematik in deiner Welt“ startete am 7. September 2010 offiziell mit einer Auftaktveranstaltung in der Werkstatt3 in Hamburg. Dabei werden Schüler nun unter anderem entdecken, wie Töne und Musik entstehen, E-Mails verschlüsselt werden und was Kunst, Musik und Tanz mit Mathematik zu tun haben: Sie erkunden diese Wissenschaft als Kultur- und Alltagsphänomen über den Zeitraum von zwei Schuljahren und entwickeln dazu interdisziplinäre Praxisprojekte.

Mathe wird erlebbar

In dem von der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur geförderten Programm wird, ausgehend von den Fragen der Schüler, Alltägliches mit mathematischem Bezug erforscht. Sein Ziel ist es, die Begeisterung für mathematische Phänomene in der Lebenswelt der Schüler zu wecken und zu vertiefen.

„Für viele Kinder ist Mathematik ein ungeliebtes Schulfach. Dabei steckt Mathematik in allen Winkeln ihres Lebens – im Lieblingssong, im Sport, in ihrer Musik, im Internet“, meint Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der DKJS. „Das Programm Mathe.Forscher greift die erfolgreiche Idee unseres Projekts ,Kultur.Forscher!’ auf und entwickelt diese konsequent weiter“, so Gero Martens, Partner bei PricewaterhouseCoopers in Hamburg und Pate des Projekts.

„Als Mathe.Forscher entdecken die Schüler über den Schulalltag hinaus Mathematik in ihrer Lebenswelt – beispielsweise interdisziplinär mit Bezug auf Kunst. Wir freuen uns sehr darüber, dass die PwC-Stiftung forschendes Lernen in der Mathematik großzügig fördert.“, erläutert Johannes Friedemann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Rechnen.

Für das Programm hatten sich über 40 Schulen aus Hamburg, Hannover und Bremen beworben, von denen nun je drei teilnehmen werden. Auf der Projektwebsite www.matheforscher.de können sich die Schulen mit ihren Forschungsergebnissen darstellen sowie mit den anderen an Mathe.Forscher beteiligten Schulen austauschen und vernetzen. Die Impulse, die von den Projektvorstellungen ausgehen, werden sicher auch für andere Schulen wertvoll sein, um ihren Matheunterricht anregender und lebensnäher zu gestalten.

Die Projekte werden durch externe Partner sowie eine professionelle Prozessbegleitung unterstützt. Fortbildungsangebote für die beteiligten Lehrer runden das Förderpaket ab. Der interdisziplinäre Ansatz des Programms kommt ebenso in der Beteiligung der Lehrer zum Ausdruck: Mit einem Mathematiker arbeitet in jedem Projekt ein Geisteswissenschaftler, Kunst- oder Musiklehrer zusammen. Zusätzliche Impulse bringen angehende Mathelehrer von der Universität Bremen ein.