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Schuleinrichtung

Der Dritte im Bunde

Fraktale Schule: ein skandinavisches Schulkonzept zur Verbesserung der Lernlandschaft

Viele Kinder verbringen schon heute mehr Zeit in der Schule als zu Hause. Um so wichtiger, dass die Lernlandschaften und der Lebensraum Schule sich dem anpassen. Die fraktale Schule könnte unser Schulwesen revolutionieren: Sie gestaltet neue Lernwelten, die das Lernen erleichtern und die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler fördern

Die Unterrichtsmethodik beschreitet neue Wege. Selbstbestimmtes Lernen löst den fremdbestimmten Frontalunterricht langsam aber sicher ab. Vor allem mit der Schulzeitverkürzung hat sich vielerorts die tägliche Schulzeit drastisch verlängert, sodass auch Schulen, die keine Ganztagsschulen sind, die Kinder oft erst nach 16 Uhr nach Hause entlassen. Umso wichtiger also, dass die Schulen möglichst gesundheitsfördernd ausgestattet sind und zeitgemäße Lern- und Lehrkonzepte umsetzen. Hilfe kommt dabei vom – nach Schülern und Lehrern – „dritten Pädagogen“: dem Lernraum selbst. Nach diesem aus Skandinavien stammenden Raumkonzept der „fraktalen Schule“ beeinflusst die Qualität der Lernlandschaft die Lernfähigkeit der Schüler in hohem Maß.

Das ganzheitliche Konzept: die fraktale Schule

Bessere Lernumgebung, weniger Dichtestress: Im Klassenzimmer soll eine Wohlfühlatmosphäre entstehen, die jedem Kind einen Lern-, Lebens-, Bewegungs- und Entfaltungsraum bietet. Die fraktale Schule will nicht nur das Lernen, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung fördern.

Konzentrisch gestaltete Räume mit Lern­nischen lösen die Starre des überholten Lern-Rechtecks auf. Jede Lerneinheit ist mit vielen Fenstern offen gestaltet und bietet reichlich Transparenz. Das Klassenzimmer wird zum Kommunikationsraum, das Schulgebäude zum Haus des Lernens.

Räume flexibler nutzen

Ein weiterer Aspekt der fraktalen Schule ist die clevere Möblierung. Sie ermöglicht einen reibungslosen Methodenwechsel, Dreiecks- und Trapeztische können beliebig für Einzel- und Gruppenarbeit kombiniert werden. Für eine große Sitzrunde lassen sie sich problemlos und Platz sparend stapeln. Und da das Konzept ergonomische und flexible Möbel voraussetzt, ist es obendrein gesundheitsfördernd. Stühle mit schwingendem Gestell ermöglichen mehr Bewegung im Sitzen und machen mit dem Kippeln Schluss. Dank Dreieckstischen und Stühlen mit verstellbaren Fußrasten können auch kleine Schüler auf gleicher Augenhöhe mit größeren kommunizieren.

Förderung der Kommunikations- und Teamfähigkeit

Die Kommunikationsfähigkeit zu fördern, wird in allen Schulstufen und -formen immer wichtiger. Im Sinne des selbstbestimmten Lernens lassen sich die Dreiecks- und Trapeztische leicht zu Gruppentischen anordnen. Das verbessert die kommunikativen Bedingungen für die Gruppenarbeit. Die Schüler können ihre Mitschüler besser sehen, die Nähe zu ihren Tischnachbarn erleichtern die Arbeitsgespräche. Zugleich sinkt der Lärmpegel – und das Risiko der Ablenkung.

Mit flexiblen Möbeln wie den frei kombinierbaren Dreiecks- und Trapeztischen, rollbaren Regalen und variabel zu platzierenden Wandtafeln sind die Einzelkomponenten der fraktalen Schule auch in herkömmlichen Schulgebäuden einsetzbar. Statt den ganztägigen Schulaufenthalt als Belastung und Stress zu empfinden, könnten die Schüler mit dieser neuen Lernkultur eines Tages mit Freude das Haus des Lernens betreten.

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