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Dolomiten

Adrenalin bei der „Hänge-Party“

Südtirols größter Hochseilgarten und Europas längste Zip Line sorgen für Ferienspaß

Toristmusverband Kronplatz / Markus Hofmann

Hochseilgärten haben Konjunktur, besonders in landschaftlich schönen Kletterrevieren wie den Südtiroler Dolomiten. In der Ferienregion Kronplatz kommt man aber nicht nur hoch hinaus: An einer Draht-Seilbahn hängend, der sogenannten Zip Line, kann man sich hier mit rasendem Tempo in die Tiefe stürzen.

Wenn Carlo Trebo auf Reisen geht, bringt er gerne etwas mit nach Hause. Ein besonderes Souvenir des 35-jährigen Südtirolers sorgt nun in seinem Heimatort Sankt Vigil in Enneberg inmitten der Ferienregion Kronplatz mitunter für Herzrasen und Schweißausbrüche, für Adrenalinausschüttungen und Freudenschreie. In Costa Rica hat der findige Gastronom die Idee „Zip Line“ entdeckt und zu Hause in die Tat umgesetzt. Das Ergebnis ist ein echter Drahtseilakt – aus einer Hängepartie wird eine Hänge-Party. Denn Europas längste und weltweit steilste Zip Line sorgt in der Region Kronplatz ebenso für einen wahren Höhenrausch wie der größte Hochseilgarten Südtirols, der ganzen Familien auf die Sprünge hilft.

Runter kommen sie immer

Nervenkitzel als Ferienspaß: Immer mehr Urlauber werden in der Ferienregion Kronplatz zu Seiltänzern. Verantwortlich dafür sind Männer wie Carlo Trebo und Michael Kammerer. Beide haben eines gemeinsam – sie fühlen sich in luftiger Höhe ungemein wohl. Und doch unterscheiden sie sich in der Bewegungsrichtung. Während sich der 23-jährige Kammerer, ein begeisterter Kletterer und Spezialist für Höhenrettungen, mit den Gästen in seinem Hochseilgarten nach oben bis in die Region der Baumgipfel bewegt, wählt Trebo die entgegensetzte Richtung. Beim ihm geht es bergab – und das in rasanter Fahrt.

Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Samuel Miano gelang es dem Gastwirt, die Idee der rasanten Seilrutsche in die Tat umzusetzen. Zusammen mit Seilbahnkonstrukteuren entwickelten sie eine eigene Technik und spezielle Rollen mit eingebauter Bremse. An einem Stahlseil hängend, geht es rasant bergab. Die Gesamtstrecke von 3,2 Kilometern unterteilt sich in zehn Abschnitte unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Dazwischen heißt es umsteigen. „Beim ersten bekommt man ein Gefühl für das Gerät“, berichtet Trebo, „bei Nummer zwei und drei genießt man das Panorama, dann wird es schneller, länger und höher.“ Bis zu 100 Meter über dem Boden geht die Fahrt mit Geschwindigkeiten bis zu 80 Stundenkilometer.

Temporausch für jedermann

Sicherheit ist für die Zip Line von Trebo und Miano das Gebot Nummer 1. Jede Gruppe, die den Boden unter den Füßen verlieren möchte, wird von zwei Trainern auf der rund 90-minütigen Tour begleitet. „Der Gast muss sich um nichts kümmern, die Rollen bremsen am Ende des Abschnitts automatisch und orientieren sich an seinem Gewicht“, bericht der Zip Line Pionier Trebo. Das rasante Vergnügen sei für jeden geeignet, besondere Sportlichkeit aber nicht erforderlich. Nur ein bisschen Mut solle man mitbringen. Auch im Winter ist der nicht alltägliche Drahtseilakt möglich, der 39 Euro inklusive Bergbahn-Auffahrt, Einweisung und Trainer-Begleitung kostet.

Naturerlebnis zwischen den Wipfeln

„Für viele unserer Urlauber ist das eine aufregende Abwechslung“, berichtet Heidi Hauser, die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Kronplatz. Neben den vielen bekannten Highlights der Region, die mit ihren Naturschönheiten, dem Nationalpark sowie einem umfangreichen Wander- und Bike-Wegenetz punktet, bietet man den Gästen gerne außergewöhnliche Abenteuer an. Denn hier in den Dolomiten, die gerade von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurden, sind von jeher die Entdecker, Abenteurer und Naturliebhaber zu Hause.

Ihre Ziele ändern sich freilich. Ein ungewöhnliches befindet sich zwischen den Orten Kiens und Pfalzen am idyllischen Issinger Weiher. Unter dem Titel „Kronaction“ haben Michael Kammerer und seine Mitstreiter nicht nur Südtirols größten Hochseilgarten installiert, sondern ihn auch familientauglich konstruiert. Aber auch Manager, Mitglieder von Vereinen und Schulklassen können hier einen speziellen Parcours zur Stärkung von Teamgeist und Vertrauensbildung absolvieren.

Es muss nicht gleich der Extrem-Parcours zwischen 20 Meter hohen Baumwipfeln sein, den es sehr wohl gibt. Man kann sprichwörtlich klein anfangen. Bereits ab einem Alter von zwei Jahren spielen Kindern in einem mit Netzen gesicherten Parcours. Dann folgen weitere Schritte. Ab sechs Jahren lockt der „schwebende Parcours“ in 2,5 Meter Höhe. Stets gesichert und von Instruktoren eingewiesen, erklimmt der Gast immer luftigere Höhen. Eine eigens angebotene Familienkarte (55 Euro für zwei Erwachsene und zwei Kinder) ermöglicht einen unterhaltsamen Klettertag, der am nahen Badeweiher ausklingen kann. Und: Der Ausstieg vom Hochseilgarten kann der Einstieg in die Zip Line sein. Denn nach jedem Parcours führt eine Seilrutsche auf den Boden der Tatsache zurück.

!Weitere Informationen

Tourismusverband Ferienregion Kronplatz

www.kronplatz.com