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Kompass

Sicher in Eis und Fels

Die Khumbu Climbing School in Nepal

Die Khumbu Climbing School bietet seit sieben Jahren Sherpas und anderen Nepalesen, die im Himalaya arbeiten, technische Trainingsprogramme an. Auf diese Weise soll die hohe Unfallrate am Berg gesenkt werden.

Die nepalesichen Sherpas unterstützen fast jede Expedition auf den Everest. Das Ziel der Khumbu Climbing School (KCS) ist der Rückgang der Verletzungs- und Todesrate unter den nepalesischen Bergsteigern, die im hohen Himalaya arbeiten und klettern. Zu diesem Zweck vermittelt die KCS nepalesischen Bergsteigern verbesserte Sicherheitstechniken. Das Weiterbildungsprogramm basiert auf der Anleitung, Übung, Anwendung und dem Testen von technischen Kletterkenntnissen. Außerdem stehen Englischunterricht und medizinisches Notfalltraining in Hochlagen auf dem Unterrichsplan.

Ein Großteil der KCS-Studenten ist am Mount Everest oder den umliegenden Bergen bei westlichen Trekking-Veranstaltern beschäftigt oder arbeitet für Individualreisende, die den höchsten Berg der Welt besteigen wollen. Jedes Jahr besuchen 58 Teilnehmer die Kurse und der Andrang ist hoch. Die Kurse finden im nepalesischen Phortse auf einer Höhe von 4.000 m statt, einen Tagesmarsch entfernt von Namche Bazaar in der nepalesischen Region Khumbu. Der Kurs dauert 10 Tage und findet im Winter, also in der Nebensaison statt. Der Unterricht konzentriert sich auf die Techniken des Eiskletterns, da diese bei den Besteigungen die größte Relevanz haben. Eine Reihe von Eisgängen auf der Nordseite des Khumbila eignet sich für Demonstrationen und als realitätsnahes „Klassenzimmer“.

Das neue KCS Gebäude

Seit 2003 ist die Khumbu Climbing School in der Hütte eines Einwohners von Phortse, Nepal, untergebracht. Die Alex Lowe Charitable Foundation (ALCF) plant jedoch derzeit ein Gebäude, in dem die technische Ausrüstung, ein Büroraum und ein dringend notwendiger Versammlungsraum vorhanden sein sollen. In Zusammenarbeit mit dem Abschlussjahrgang der Montana State University School of Architecture entwirft die ALCF ein den Prinzipien der Nachhaltigkeit entsprechendes Gebäude, das als erstes im Dorf passive Energiequellen statt Holz- und Yak-Dung-Feuer nutzen soll. Man hofft auch, dass die Räumlichkeiten und die Ausstattung eines solchen Hauses für die KCS zusätzliche Einnahmen aus dem Tourismus generieren. Denkbar ist das Angebot von Duschmöglichkeiten, Filmvorführungen oder musikalischen Abenden mit Dorfbewohnern, die ihr kulturelles Erbe an Liedern und traditionellen Tänzen mit den Besuchern teilen möchten. Desweiteren könnte das Gebäude den Dorfbewohnern auch für größere Versammlungen während des lang andauernden, kalten Winters dienen. Langfristig soll die Khumbu Climbing School ausschließlich von und für die Bewohner Nepals betrieben werden und vollständig ohne westliche Hilfestellung auskommen können.

Kontakt und weitere informationen für Unterstützer:

The Alex Lowe Charitable Foundation

P.O. Box 6666

Bozeman, Montana, 59771

www.alexlowe.org

alcf@alexlowe.org