Engagement
WE CARE.
Berichte und Ausblick zu Schulaktionen und internationaler Hilfe von CARE
Gewinner des Titelfoto-Wettbewerbs: Grundschule Fischbach-Göttelborn, Göttelborn
© Grundschule Fischbach-Göttelborn
WE CARE. Aktionsmöglichkeiten 2009
Über 100 Schulen haben sich bereits zu den zwei aktuellen WE CARE. Schulaktionen angemeldet und vielseitige Aktionen, Projekttage und fächerübergreifende Unterrichtseinheiten durchgeführt.
Anmeldeschluss für die große Verlosung der WE CARE. Schulaktion 60 Jahre Berliner Luftbrücke ist der 31.07.2009.
Die bundesweite WE CARE. Schulaktion Wasser läuft noch offiziell bis zu den Sommerferien und wird dann von der neuen WE CARE. Schulaktion Ernährung abgelöst. Natürlich können die Materialien aller Schulaktionen gerne weiterhin bei CARE bestellt, im Internet heruntergeladen und verwendet werden ( www.care.de/care-schulen.html).
Ganz neu ist das Angebot WE CARE. Ein Tag für CARE, das Schulen dazu aufruft, einen unvergesslichen Aktionstag mit den SchülerInnen aller Jahrgangsstufen zu organisieren.
Das Faltblatt der Aktion gibt erste Ideen. Gerne hilft CARE bei der Planung. Alle TeilnehmerInnen erhalten einen symbolischen „I CARE“-Button zum Anstecken.
Außerdem wurde der Wettbewerb „Titelfoto“ verlängert. Es besteht also auch weiterhin die Möglichkeit das Titelbild der nächsten WE CARE. Newsletter zu schmücken.
Informationen, Aktions- und Unterrichtsmaterialien zu den einzelnen Themen gibt es unter www.care.de/care-schulen.html, per E-Mail ( maas@care.de) oder per Telefon (0228-9756354).
CARE-Engagement im Südtschad – Hilfe für 10.000 Flüchtlinge
CARE arbeitet seit 1975 im Tschad und konzentriert sich seit 2004 auf die Hilfe für hunderttausende Not leidende Flüchtlinge, die aus Angst vor Gewalt ihre Dörfer in Darfur, in der Zentralafrikanischen Republik und auch im Tschad selbst verlassen mussten. CARE versogt sie in zahlreichen Flüchtlingslagern im Osten und Süden des Tschads mit dem Nötigsten. CARE unterstützt außerdem die häufig vergessene, sehr arme einheimische Bevölkerung, um auch ihre Lebenssituation zu verbessern.
Die vielen Teilnehmer der WE CARE. Schulaktion Wasser haben es sich gemeinsam zum Zielgemacht, CARE bei der Wasserversorgung der Flüchtlinge zu unterstützen. Sie gehört zu den größten Herausforderungen in einem Flüchtlingslager: 15 Liter Wasser sollen jedem Flüchtling pro Tag zum Kochen, Waschen und Trinken zur Verfügung stehen. Das ist nicht immer möglich, da das Grundwasser sehr tief liegt und teure Brunnenbohrungen nötig sind. In Notfällen muss das Trinkwasser in Tankwagen gebracht werden.
Was hat CARE bisher erreicht?
2008 konnte CARE mit Hilfe der WE CARE. Schulaktion und des Auswärtigen Amtes mehr als 10.000 zentralafrikanische Flüchtlinge in dem Flüchtlingslager in Maro unterstützen. CARE verteilte 30.000 Stück Seife, 2.000 Wasserkanister und 4.000 Eimer an die Neuankömmlinge. Es wurden 17 Waschvorrichtungen und 190 Doppeltoiletten gebaut. Außerdem wurden im Lager 17 und in den benachbarten Dörfern fünf Brunnen gebohrt und Handpumpen installiert. Ein neues Projekt zur Unterstützung der sudanesischen Flüchtlinge im Osttschad ist bereits in Planung.
CARE benötigt noch dringend Unterstützung!
- 4 Euro kostet ein Wasserkanister.
- Mit 30 Euro kann CARE einen Flüchtling einen Monat ernähren.
- 450 Euro kostet die Errichtung einer Waschstelle.
Fakten zum Tschad
Amtssprachen:
Französisch, Arabisch
Hauptstadt:
N’Djamena
Gesamtfläche des Landes: 1.284.000
km²
Einwohnerzahl:
11.200.000
Analphabetenrate Männer: 48% /
Frauen: 66%
Geburtenrate: 6,5 Kinder pro Frau
(Deutschland: 1,3 Kinder)
Kindersterblichkeit: 10%, 102 von 1.000
Geburten
Unterernährung:
16%
Lebenserwartung Männer: 46 Jahre /
Frauen: 48 Jahre
Anteil der Bevölkerung mit
Zugang zu sanitären Einrichtungen
:
9%
Religionen: Muslime 53,1%, Katholiken
20,1%, Protestanten
14,2%
Meine Reise in den Tschad
Von Carlotte Look
Ich arbeite als Nothilfe-Referentin bei CARE Deutschland-Luxemburg e.V. und betreue unsere Hilfsprojekte im Tschad. Um mir ein Bild von der Situation im Süden des Tschads und den Entwicklungen des Projekts zu machen, bin ich im November in den Tschad gereist. Die Reise dauerte ziemlich lange: Von Düsseldorf ging es über Paris in die Hauptstadt N’Djamena. Dort habe ich die Kollegen von CARE Tschad getroffen. Mit dem Projektkoordinator Laurent bin ich mit einem kleinen Flugzeug des Welternährungsprogramms weiter in den Süden nach Sarh geflogen. Die Straßen sind so schlecht, dass größere Entfernungen meist mit dem Flugzeug zurückgelegt werden müssen. Im ganzen Land gibt es nur wenige geteerte Straßen und man kann nur sehr langsam fahren. Deshalb bieten die Vereinten Nationen für die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen einen Flugservice an. Von Sarh fuhren wir dann mit dem Auto über holprige Sandpisten weiter nach Maro, wo das Moula-Flüchtlingslager liegt.
Im Flüchtlingslager angekommen fielen mir als erstes die vielen Kinder auf. Neugierig schauten sie mich und meine weiße Haut an und folgten uns während des gesamten Besuchs auf Schritt und Tritt. Wir trafen eine Gruppe von Frauen und Männern, die am nächsten Tag zu Pumpenmechanikern ausgebildet werden sollten. Sie werden nach Abschluss des Projekts dafür zuständig sein, die Pumpen zu reparieren. In dieser entlegenen Region kann man nicht einfach einen Mechaniker rufen.
Dann haben wir einen Rundgang durch das Flüchtlingslager gemacht und uns die neuen Brunnen, Waschplätze und Toiletten angesehen. Viele Kinder und Frauen waren mit ihren Wasserkanistern gekommen, um Wasser zu holen. Die Pumpe wird mit dem Fuß bedient und das Wasser dann auf dem Kopf nach Hause getragen: So ist das Wasserholen eine ganz schön anstrengende Aufgabe. Auf dem Schulhof hat CARE ebenfalls einen Brunnen und Toiletten gebaut. Auch in einem Flüchtlingslager müssen die Kinder in die Schule gehen. Es ist ungewiss, wann die Kinder mit ihren Familien in ihre Heimat zurückkehren können und wie ihre Zukunft aussieht. Aber wenn sie lesen und schreiben können, werden sie es später einfacher haben, eine Arbeit zu finden.
Isabells Flucht
Isabell ist 12 Jahre alt und hat vier Geschwister. Im Juni 2005 ist sie mit ihren Eltern aus der Zentralafrikanischen Republik in den Süden des Tschads geflohen. Als die Bewohner des Nachbardorfes überfallen wurden, entschieden ihre Eltern das Heimatdorf sofort zu verlassen – ohne Zukunftsperspektive. 70 Kilometer waren es bis zur Grenze. Die Flucht wird Isabell niemals vergessen. Sie flohen während der Regenzeit. Der Weg war sehr mühsam und sie mussten durch überschwemmte Gebiete waten, die kleinen Geschwister auf dem Arm.
Dann erreichten sie das Flüchtlingslager Amboko und waren erstmal in Sicherheit.Es war so überfüllt, dass Isabell und ihre Familie noch einmal umziehen mussten. Seit Dezember 2005 leben sie im Flüchtlingslager Gondje.
Isabell ist froh, dass ihre Eltern und Geschwister mit ihr im Flüchtlingslager leben – immerhin wurde die Familie nicht getrennt und kein Familienmitglied getötet. Meistens kocht sie für die ganze Familie. Isabell ist glücklich, dass sie in eine der Grundschulen des Flüchtlingslagers gehen durfte. Die Chance haben leider nicht alle Kinder, weil die Hilfsorganisationen nicht ausreichend Schulen finanzieren können. 2006 hat sie die Grundschule abgeschlossen und kann auf eine weiterführende Schule gehen.
Kontakt und weitere Informationen
Eva
Maas
Referentin Ehrenamt und
Schulen
E-Mail: maas@care.de
Tel.:
0228/97563-54
SpendenkontoSpendenkonto 4 40
40
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501
98
Stichwörter: Schulaktion Wasser, Ein Tag
für CARE
CARE erzielte den 1. Platz des Transparenzpreises 2008 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Das DZI Spendensiegel garantiert den verantwortungsvollen Einsatz Ihrer Spende.
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