Wissenschaftsjahr
Fruchtbarer Boden
Die Forschungsbörse der Wissenschaftsjahre trägt Know-how in die Schulen
Redaktion Wissenschaftsjahr
„Gibt es beim Lernen Geschlechtsunterschiede?“ Und: „Was findet das Gehirn spannend, was langweilt es?“ Diese Fragen beschäftigten die Schüler der Leistungskurse Pädagogik und Biologie am Ricarda-Huch-Gymnasium in Gelsenkirchen. Ihre Lehrerin Katja Rüping kontaktierte die Forschungsbörse und lud kurzerhand die Expertin Prof. Dr. Bettina Pfleiderer in ihren Unterricht ein. Die Forscherin, die die Arbeitsgruppe „Cognition & Gender“ an der medizinischen Fakultät der Universität Münster leitet, brachte den Fragenden ihren Forschungsbereich mit viel Enthusiasmus und Freude nahe: zum Beispiel mit einem Selbsttest, in dem die Schüler Augen gegen Ohren antreten ließen, um verschiedene Lerntypen auszumachen. Fazit: Damit gut gelernt wird, müssen Informationen neu und komplex, überraschend und doch verständlich sein. Und obwohl das weibliche Gehirn durchschnittlich 100 Gramm leichter als das der Männer ist, macht dies keinen Unterschied in der Intelligenz, denn graue Zellen besitzen beide Geschlechter gleich viele.
Online-Plattform für junge Forscher
Ob männlich oder weiblich spielt in der Forschung zur nachhaltigen Entwicklung keine Rolle. Jedenfalls nicht beim Thema Energie, mit dem Ludger Benighaus in die Klassenzimmer kam. Der Diplom-Geograph hat im Wissenschaftsjahr 2010 – Zukunft der Energie Schülern das Online-Spiel„Energetika“ vorgestellt. Der Forscher gehörte zu einem Team, das am gemeinnützigen Forschungsinstitut „Dialogik“ zusammen mit mehreren Partnern das Onlineangebot entwickelte, das junge Menschen für den ressourcenschonenden Umgang mit ihrer Umwelt sensibilisiert. Im Onlinespiel gilt es, die Balance zu finden zwischen Ökologie und Ökonomie. Zudem muss die soziale Gerechtigkeit im Auge behalten werden, damit es nicht ganz schnell heißt: „game over“.
Prof. Dr. Bettina Pfleiderer ist eine von rund 280 Wissenschaftlern, die Schulklassen via Forschungsbörse zu einem Unterrichtsbesuch einladen können
Lehrkräfte waren von dem anspruchsvollen Spiel gleichermaßen begeistert wie die Schüler. Der Experte der Forschungsbörse ist auch im Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde mit von der Partie – und auch „Energetika“ kann weitergespielt werden: Das Spiel ist nun auf der Onlineplattform www.wir-ernten-was-wir-saeen.de angesiedelt, einer Internetseite, die ganz im Zeichen des kommenden Wissenschaftsjahres steht. Die Jugendcommunity informiert über spannende Themen rund um die Nachhaltigkeit und bietet Jugendlichen die Möglichkeit, sich miteinander auszutauschen und zu vernetzen.
Das Online-Game „Energetika 2010“ spielen: www.wir-ernten-was-wir-saeen.de www.energiespiel.deWissenschaftsjahr
Die Erde für kommende Generationen bewahren
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Journal der Leipziger Buchmesse