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Wissenschaftsjahr 2009

Forschungsexpedition Deutschland

Eine Entdeckungsreise für Wissbegierige

Im Jahr der Jubiläen widmet sich das Wissenschaftsjahr 2009 der Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für die Menschen in Deutschland – gestern, heute und in Zukunft. Anders als 2008 beschränkt es sich nicht auf eine Disziplin. Gleichwohl spielen Natur- und Ingenieurwissenschaften die Hauptrollen

Das Wissenschaftsjahr 2009 „ForschungsexpeditionDeutschland“ zählt zu den zentralen Aktivitäten der Bundesregierung anlässlich des 60. Gründungsjubiläums der Bundesrepublik Deutschland. Das Thema des Wissenschaftsjahres2009 – Forschungsexpedition Deutschland stellt den Pioniergeist der Forschung in den Mittelpunkt: Wissenschaftlerüberwinden Grenzen und sind Wegbereiter der Welt von morgen. Mit Kreativität, Neugierde und Beharrlichkeit wagen sie Expeditionen in unbekanntes Terrain. In den Amazonas ebenso wie in die Welt der kleinsten Teilchen. Die Erkenntnisse, die sie von ihren realen und auch geistigen Reisen mitbringen, bilden nicht nur die Grundlage für einbesseres Verständnis der Welt, sondern oft auch für innovative Produkte und Produktionsverfahren.

Reiseziel Forschung

Gleichzeitig ist die „Forschungsexpedition Deutschland“ eine Einladung an alle Bürger, selbst eine Forschungsexpedition zu unternehmen. Ziel der Reise sind die Labore und Denkfabriken der Republik. Die Forscherteams in Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter blicken: Woran wird gerade geforscht? An einer künstlichen Hand, die fühlen kann? Einem Automotor, der die Umwelt nicht belastet? Einem Mini-Computer, der simultan dolmetscht? Partner aus Forschung, Wirtschaft und Kultur im ganzen Bundesgebiet sind dazu aufgerufen, das Wissenschaftsjahr 2009 durch spannende Veranstaltungsformate mit Leben zu füllen. Warum nicht im Windkanal den eigenen Luftwiderstand berechnen? Oder mit dem Riesenfernrohr in fremde Galaxien schauen? Oder bei einer Ausgrabung mehr über das Leben unserer Vorfahren erfahren? Tage der offenen Tür, Vorträge, Ausstellungen, Filmreihen, Festivals und „Lange Nächte“ – überall in Deutschland werden Veranstaltungen dafür sorgen, dass der Funke der Begeisterung für das Abenteuer Forschung überspringt. Alle Angebote werden unter dem Dach des Wissenschaftsjahres gebündelt und bekannt gemacht. Programmbroschüren, Terminhinweise und der Veranstaltungskalender auf der Website www.forschungsexpedition.de dienen als Reiseführer: So kann sich jeder Interessierte seine ganz individuelle Forschungsexpedition durch die deutsche Wissenschaftslandschaft zusammenstellen.

Mit Zug und Schiff unterwegs in Wissenswelten

Ein Beispiel ist der Ausstellungszug „Expedition Zukunft“ der deutschen Wissenschaft. Die Wissenschaftsausstellung auf Schienen wird dieses Jahr in über 60 deutschen Städten gastieren ( www.expedition-zukunft.de). Hier erhalten die Menschen Einblicke in das Leben von morgen. Interaktive Exponate, faszinierende Bilder und Hintergrundinformationen aus Forschungsinstituten, Hochschulen und Unternehmen veranschaulichen, wie Forschung und Technologie unser Leben in zehn bis 15 Jahren beeinflussen werden. Auch die MS Wissenschaft ist wie in den vergangenen Jahren Teil des Wissenschaftsjahres. Das Ausstellungsschiff geht 2009 mit einer neuen interaktiven Themenschau als schwimmendes Besucherzentrum auf Reisen. Von Juni bis Oktober legt es in über 30 Städten an und lädt als „Zukunftsschiff“ insbesondere Schüler zum Ausprobieren, Mitmachen und Mitforschen ein.

Den Nachwuchs begeistern

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Blick: Bundesbildungsministerin Annette Schavan

Kinder und Jugendliche sind die Wissenschaftler von morgen. Deshalb spricht das Wissenschaftsjahr 2009 besonders den Nachwuchs an. Schüler können Forschung hautnah erleben – zum Beispiel im Rahmen der KinderUni der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz: Wie wuchsen Kinder vor 100 Jahren auf? Was war damals erlaubt, was verboten? Der Schülerwettbewerb „Geistesblitze“ des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft regt zur Auseinandersetzung mit bedeutenden Erfindungen und Erfindern aus der eigenen Region an. Auf dieser und vielen weiteren Veranstaltungen erhalten Nachwuchswissenschaftler Gelegenheiten, das Thema Forschung hautnah und altersgerecht zu erleben.

Forschen heißt sammeln: der Expeditionspass

Das Wissenschaftsjahr 2009 bietet Kindern und Jugendlichen ein besonderes Extra: Mit dem Expeditionspass können sie ihre eigene Forschungsexpedition durch Deutschland dokumentieren. Wenn sie eine teilnehmende Forschungseinrichtung besuchen und erkunden, bekommen sie einen Stempel in ihren Pass. Wer fünf Stationen seiner Entdeckungsreise im Expeditionspass festgehalten hat, kann die Teilnahme an einer echten Forschungsexpedition gewinnen. Der Pass wird von den Partnern des Wissenschaftsjahres ausgegeben. Alle Stationen und Termine sowie der Pass zum Download sind zu finden unter www.forschungsexpedition.de.

Forschen heißt fragen: „Deutschlands beste Forschungsfragen“

Am Anfang jeder Forschung steht eine Frage. Können Explosionen Leben retten? Können Tankschiffe segeln? Können Kühlschränke das Klima retten? Auf diese Fragen gibt Forschung Antworten: Airbag, SkySails und der FCKW-freie Kühlschrank. Im Wissenschaftsjahr 2009 sind alle eingeladen, ihre persönlichen Fragen an die Wissenschaft zu stellen. Auf www.forschungsexpedition.de werden „Deutschlands beste Forschungsfragen“ gesucht.

Träger und Partner des Wissenschaftsjahres 2009

Das Wissenschaftsjahr 2009 wird ausgerichtet vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) gemeinsam mit der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Robert Bosch Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Zahlreiche weitere Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik machen mit regionalen und überregionalen Veranstaltungen, Ausstellungen und Wettbewerben das Abenteuer Forschung erlebbar.

WEITERE INFORMATIONEN:

www.forschungsexpedition.de